Wrap up: Auf ungeradem Weg zur gesunden Ernährung

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(Fotos von oben l.n.r.: Rudis-Fotoseite.de, Peter_Pleischl, El-Fausto, Tim Reckmann / alle pixelio.de)

Februar, der Monat, in dem ich mich insbesondere mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt habe, ist so gut wie vorbei. Zeit also, für das nächste, kleine Resümee …

Um es kurz zu fassen, dieser Monat war schon eine kleine Herausforderung für mich. Das Thema ist einfach so komplex, dass es mir schwer fiel, einen geeigneten roten Faden zu finden. Am liebsten wollte ich in diesen vier Wochen so viele Aspekte wie möglich beleuchten und aufgreifen, merkte jedoch ziemlich schnell, dass ich mich verrannte und dabei selbst viel zu sehr unter Druck setzte. Dann klappte es auch nicht gleich so mit der gesunden Ernährung, wie ich es mir ausgemalt hatte. Demzufolge stieg das Frustpotenzial.

Am Ende waren es jedoch genau diese Rückschläge und Tiefs, die mir geholfen haben, doch noch eine Art roten Faden zu finden und mich in Sachen gesunder Ernährung wieder auf den Weg zu begeben, den ich für mich als richtig erachte. Ich denke, das macht den Reiz dieses Projekts auch aus. Denn egal, was du dir zunächst so schön im Kopf zurecht gelegt hast … wenn du losläufst, werden die Karten noch mal ganz neu gemischt. Auf deiner kleinen Reise erlebst du Hochs, aber auch Tiefs und kommst manchmal vielleicht sogar an einem ganz anderen Punkt an, den du noch gar nicht in Betracht gezogen hattest. Das ist gut. Denn indem du deine Komfortzone, das dir bekannte, vertraute Terrain verlässt, lernst du viel Neues dazu – insbesondere auch über dich selbst.

Zusammengefasst! Das war in den vergangenen Wochen hier los:

So geht es im März weiter:

Noch fehlt mir die passende Kategorie, doch so viel schon vorweg. Aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas, möchte ich mich auch im folgenden Monat noch weiter mit Ernährungsfragen und Lebensmitteln beschäftigen. Allerdings wird es dann mehr darum gehen, welche Möglichkeiten und Alternativen es noch neben den altbekannten Supermärkten und Discountern gibt, um heutzutage an echte Lebensmittel zu kommen. Also dann, laufen wir mal wieder los …

Wrap up: Was mich das Aufräumen gelehrt hat

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Der erste Monat meines Projekts Einfachheit neigt sich langsam dem Ende entgegen und deshalb möchte ich den Zeitpunkt nutzen, um ein kleines Zwischenfazit loszuwerden. Die letzten vier Wochen waren sehr intensiv. Intensiv deshalb, weil sie durch viel Nachdenken, Reflektieren und Lernen geprägt waren. Okay, zugegebenermaßen ist das nichts Ungewöhnliches. Ich bin ein Kopfmensch und Probleme wälzen gehört quasi zu meinen Spezialitäten. Neu daran ist jedoch, dass das alles, anders als sonst, nicht nur in meinem Kopf stattgefunden hat, sondern aktiv etwas in Bewegung gesetzt hat. Während dieser ersten vier Wochen habe ich meine Leidenschaft fürs Bloggen entdeckt und weiß nun, noch besser als zu Beginn des Jahres, dass ich für mich persönlich auf dem richtigen Weg bin: Ich möchte mehr vom weniger. Schon allein deshalb, weil es mir gut tut und hilft, den Blick für das Wesentliche zu schärfen.

Wenn du selbst bereits aufgeräumt hast oder dabei bist, möchte ich dir folgende Frage stellen: Hat dich das Aufräumen verändert oder hat es dich irgendetwas gelehrt? Ich für meinen Teil kann sagen, damit zu beginnen, war die absolut beste Entscheidung, die ich seit Langem getroffen habe. Denn: Richtiges Aufräumen hilft dir, achtsamer zu sein. Es lehrt dich beispielsweise bewusst zu hinterfragen, wie und was du konsumierst. Es hilft dir außerdem, eingefahrene Gewohnheiten kritisch zu beleuchten und herauszufinden, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Wenn du richtig aufräumst, wird dir klarer, was du brauchst und was nicht. Zudem liefert es dir weitere Hinweise darauf, was gut für dich ist und was du künftig vielleicht einfach besser lassen solltest. Wenn du also mal an einen Punkt kommst, an dem du nicht mehr weiter weißt, empfehle ich dir: räum auf! Sei dir sicher, es wird dir helfen, (wieder) klar zu sehen.

Zusammengefasst! Das war los hier in den letzten vier Wochen: 

Um ehrlich zu sein, wollte ich mich noch mit einigen weiteren Dingen rund um das Aufräumen und Ausmisten beschäftigen. (Wenn du erst einmal drinsteckst, merkst du, wie vielfältig und spannend die Materie ist!) Allerdings habe ich mich jetzt doch dazu entschieden, das Thema an dieser Stelle erst einmal ruhen zu lassen. Und zwar deshalb, weil ein anderer Aspekt meiner (aus meiner Sicht) dringenden Achtsamkeit bedarf: die Ernährung. Ich finde, dass das Thema heutzutage ziemlich kompliziert geworden ist. So viele verschiedene Informationen, die dazu kursieren und jede behauptet obendrein noch zu wissen, was für dich persönlich am besten ist. Das möchte ich so nicht hinnehmen.

Bereits im vergangenen Jahr habe ich damit begonnen, an meiner Ernährung zu schrauben und herauszufinden, welcher Weg der Richtige für mich ist. Derzeit merke ich jedoch, dass ich von diesem Pfad abkomme und leider langsam in alte Muster zurückfalle. Um dem entgegen zu wirken, widme ich den Februar nun der Ernährung. Bist du dabei und lässt mich auch an deinen Erfahrungen teilhaben?

Vom Jahr, in dem ich begann, mir sehr viele Fragen zu stellen …

Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: „Morgen Jungs. Wie ist das Wasser?“ Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: „Was zum Teufel ist Wasser?“

David Foster Wallace

Erkennst du dich in dieser Parabel wieder? Denkst du selbst und triffst täglich bewusste Entscheidungen? Oder wirst du in einem Strudel voller Automatismen mitgerissen und reagierst nur noch, anstatt bewusst zu agieren?

Diese und ähnliche Fragen stellte ich mir im Jahr 2015 oft. Beispielsweise, als ich in Flugzeugen zu Meetings unterwegs war, deren Sinn ich begann, in Frage zu stellen.  Oder als ich mich dabei ertappte, Dinge zu kaufen, die ich eigentlich gar nicht brauchte. Und auch während ich billige, ungesunde Nahrung in mich hinein schaufelte, obwohl ich wusste, dass sie mir gar nicht gut bekam. Im Laufe der Zeit kam ich immer wieder an einen Punkt, an dem sich mir unweigerlich Fragen aufdrängten, wie: Willst du das alles so?  Willst du so leben?

Meine Antworten fielen stets eindeutig mit „Nein!“ aus und dennoch war ich anfangs ratlos, wie ich etwas an meiner Situation ändern sollte. Kommt dir das bekannt vor? Ich jedenfalls hatte das dumpfe und lähmende Gefühl, dass alles so wahnsinnig kompliziert geworden war. Bis mir schließlich in den Sinn kam, dass ich mir vielleicht alles nur in meinem Kopf so kompliziert machte. Und genau dieser Gedanke brachte etwas ins Rollen …

Es gibt eine simple aber bestechende Wahrheit, die da lautet: wir selbst sind für uns und unser Leben verantwortlich. Wir allein entscheiden über unsere alltäglichen Gewohnheiten, Gedanken, Handlungen und ob wir in potenziellen Hamsterrädern verweilen wollen. Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung: Niemand zwingt dich dazu, morgens aufzustehen und einer Beschäftigung nachzugehen, für die du nicht mehr brennst. Da ist auch niemand, der dich zwingt Sachen zu kaufen, die du nicht brauchst oder Nahrung zu essen, von der du nicht mal sagen kannst, wo sie herkommt oder was genau in ihr drin ist. Du allein triffst tagtäglich freiwillige Entscheidungen darüber, was du denkst, fühlst und tust. Folglich kannst du sie auch ändern.

Mein Schlüssel zum Glück: Einfachheit

Im Zuge dieses Bewusstseins begann ich in kleinen Schritten, langsam Veränderungen in meinem Denken und Handeln einzuleiten. Dafür horchte ich zunächst tief in mich hinein und verspürte, dass mir mein Körper ein großes Ruhebedürfnis signalisierte. Ich startete damit, in der Stadt nach kleinen, grünen Ruheoasen zu suchen und ein Mal im Monat den Trubel der Metropole ganz hinter mir zu lassen. Dann verbannte ich zum größten Teil die Nachrichten mit ihren permanent negativen Schlagzeilen aus meinem Fokus und entfernte alle Apps mit Pushnachrichten von meinem Smartphone. Dabei bemerkte ich immer mehr, wie gut mir das Einfache tat und wie befreiend es war, Ablenkungen jeglicher Art zu reduzieren.

Ich hatte die Einfachheit für mich entdeckt und begann schließlich, alle Informationen zu  Vereinfachung und Minimalismus aufzusaugen, die ich zu fassen kriegen konnte. Schnell stieß ich dabei auch auf das Thema „Aufräumen“. Bekommst du allein schon beim Lesen des Wortes Fluchtgefühle? Dann befindest du dich in guter Gesellschaft. Mir ging es genauso. Weder tat ich es gerne, noch zählte das Aufräumen bis dato zu meinen Stärken. Während ich allerdings die Dinge in Augenschein nahm, die ich mittlerweile zum Teil völlig sinnfrei um mich herum angehäuft hatte, wurde mir klar, dass ich mit den Sachen versuchte, etwas zu kompensieren. Statt immer weiter blindlings zu konsumieren, beschloss ich, dass es an der Zeit war, für mich selbst Verantwortung zu übernehmen, Dinge zu hinterfragen und einmal richtig aufzuräumen.

Und das tat ich dann auch. Ich begann beim Kleiderschrank, ging dann über zu CDs, DVDs und Büchern, bis hin zu Dokumenten und Kleinkram. Weitere, intensive Denkprozesse setzten sich dabei in mir in Gang und größere Schritte folgten. So wechselte ich den Job und schraubte gehörig an meiner Ernährung, die mittlerweile aus echten Lebensmitteln besteht. Außerdem kam mir die Idee zu diesem Blog, den ich ab sofort regelmäßig mit meinen Erfahrungen und Gedanken zum Thema Einfachheit bespielen möchte. Nach meinen Erkenntnissen aus dem Jahr 2015 bin ich mir sicher, in diesem Punkt gibt es noch unglaublich viel zu entdecken!

Und so geht es im Blog weiter: Im Januar wird sich hier alles um das Thema Aufräumen drehen. Warum? …, weil ich mittlerweile davon überzeugt bin, dass man mindestens einmal im Jahr Großreinemachen sollte. Ferner möchte ich Aufräumtechniken beleuchten und mich näher mit dem Sachverhalt Konsumverzicht auseinandersetzen.

Ach und wenn du dich noch fragst, warum ich für all das hier ausgerechnet einen Blog aufsetzen musste? Einfach, weil ich gern schreibe, mutig etwas Neues für mich ausprobieren möchte und neugierig bin, wie du mit dem Thema Einfachheit umgehst. Also, folge der Spur des Einfachen und lasse mich auch an deinen eigenen Erfahrungen teilhaben!